Kalender

Juli 2017

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

  • Vorlesung / Seminar
    Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Neuzeit, 17. bis 21. Jahrhundert
    (mit japanischer Textlektüre)

    Welche Bilder japanischen Denkens / japanischer Werte werden in der kulturellen Praxis Japans und der weltweiten Forschung entworfen? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung geht es um sprachliches und historisches Wissen, um die Begegnung mit wichtigen Quellen und um theoretische Grundfragen des wissenschaftlichen Verständnisses der Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans.

    Zielgruppe / V
    oraussetzungen: Die Lehrveranstaltung richtet sich an KommilitonInnen verschiedener Ausrichtungen: a) TeilnehmerInnen von BA-Studiengängen, insbesondere des Studiengangs Asien / Afrika  [Modul XII: Aufbaukurs Kultur / Identität; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Hausarbeit], vorausgesetzt wird die erfolgreiche Absolvierung der BA-Sprachmodule 1-4 oder vergleichbare Kenntnisse, b) TeilnehmerInnen verschiedener MA-Studiengänge, jeweils mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen des Japanischen, c) DoktorandInnen.
    Zur Vorbereitung empfohlen: Horst Hammitzsch und Oscar Benl: Japanische Geisteswelt. Vom Mythus zur Gegenwart, Baden-Baden 1956. Anschließend: Wm. Theodore de Bary: Sources of Japanese Tradition, vol. 1, New York: Columbia University Press 2005.
    Ort: Jo10,
    Raum 203, 2 SWS, Mo 16:15-17:45 h. Beginn: 24. 4. 2017, 16 h c.t.. Mehr

  • Seminar
    Workshop Theorie und Praxis japanisch-deutscher Übersetzung


    Welches sind die Voraussetzungen einer ethnographisch / japanologisch aussagefähigen Übersetzung? O-hayô gozaimasu = “Guten Morgen”? Akemashite o-medetô gozaimasu = “Alles Gute zum neuen Jahr”? Unter welchen Bedingungen stimmen derartige Gleichungen? Vor dem Hintergrund einer Begegnung mit der Übersetzungswissenschaft einerseits und praktischen Ergebnissen beispielhafter Übersetzungen auf den Gebieten Literatur, Religion, Philosophie und Alltagstexten andererseits besteht das Ziel des Seminars in der Anfertigung einer publikationsreifen deutschsprachigen Version, die z. B. für eine Veröffentlichung in der “Kleinen Reihe” in Frage kommt.

    Zielgruppe / Voraussetzungen: Das Seminar richtet sich an KommilitonInnen verschiedener Ausrichtungen: a) TeilnehmerInnen von BA-Studiengängen, insbesondere des Studiengangs Asien / Afrika  [Modul XII: Aufbaukurs Kultur / Identität; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Hausarbeit], Teilnahmevoraussetzung ist die erfolgreiche Absolvierung der BA-Sprachmodule 1-4, b) TeilnehmerInnen verschiedener MA-Studiengänge, jeweils mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen des Deutschen und Japanischen, c) DoktorandInnen.
    Zur Vorbereitung empfohlen: Werner Koller: Einführung in die Übersetzungswissenschaft (UTB 2011).
    Ort: Jo10, Raum 203, 2 SWS, Fr 14:15-15:45 h. Beginn: 21. 4. 2017. Mehr

  • Kolloquium
    Japanologisches Kolloquium für AbschlusskandidatInnen (BA, MA) und DoktorandInnen

    Welches sind Aufgaben japanologischer Forschung, welches ihre aktuellen Fragen und Themen? Besprochen an laufenden und geplanten Vorhaben der TeilnehmerInnen (Bachelor, Master, Promotion) und wissenschaftlichen Neuerscheinungen.
    Zielgruppe / Voraussetzungen: Studierende des Bachelor-Studiengangs “Regionalstudien Asien / Afrika” sollen sich während des Kolloquiums [Modul XV; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme] auf die Konzeption und Durchführung ihrer Abschlussarbeit konzentrieren können, d.h. japanologische Lehrveranstaltungen des 1. bis 5. Semesters absolviert haben.
    Zur Vorbereitung empfohlen: Helmut Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie, Bde. 1-3 (insbes. Bd. 2), München 2002-6. Klaus Kracht, Markus Rüttermann (Hg.): Grundriß der Japanologie (2001).
    Ort: Jo10, Raum 203, 2 SWS, 14 tgl., Fr 16:15-17:45 h. Beginn: 21. 4. 2017.

März 2017

Dezember 1952 / 2016

 

Ein kleines Kunstwerk des Holzschnittmeisters Kawase Hasui 川瀬巴水, das dank UNESCO auch außerhalb Japans bekannt wurde: “Santa Claus in Snow Garden” bzw. 雪庭 のサンタクロース. Kawase ist ein Vertreter der am Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aufkommenden Stilrichtung “Neue Drucke” 新版画. Sein “Schneegarten” erschien im Dezember 1952 als Cover der Zeitschrift The Japan Trade Monthly, herausgegeben von der “Japanischen Telegramm- und Nachrichten-Gesell­schaft” (gegr. 1901), der heutigen Werbeagentur “Dentsû” 電通. Sechs Jahrzehnte später, im Jahr 2010, wurde Kawases Bild als Ansichtskarte zugunsten des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen verbreitet. Die Szenerie – amerikanischer Santa Claus in japanischer Landschaft, auf ein japanisches Haus / “das” japanische Haus zugehend  – vermittelt einen Eindruck der versöhnlichen jahreszeitlichen Atmosphäre im Jahr des Friedensvertrags von San Francisco. “Friedensschluss-Christmas 講和クリスマス nannte man das Fest in jenem Jahr.

 

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2015/16

  • Vorlesung / Seminar
    Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Altertum und Mittelalter

    (mit japanischer Textlektüre)

    Welche Bilder japanischen Denkens / japanischer Werte werden in der kulturellen Praxis Japans und
    der weltweiten Forschung entworfen? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung geht es um sprachliches und historisches Wissen, um die Vorstellung wichtiger Quellen und um theoretische Grundfragen des wissenschaftlichen Verständnisses der Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Zur Vorbereitung empfohlen: Horst Hammitzsch und Oscar Benl: Japanische Geisteswelt. Vom Mythus zur Gegenwart, Baden-Baden 1956. Das Seminar richtet sich an KommilitonInnen verschiedener Voraussetzungen: a) TeilnehmerInnen von BA-Studiengängen, insbesondere des Studiengangs Asien / Afrika mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen des Japanischen  [Modul XII: Aufbaukurs Kultur / Identität; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Hausarbeit], b) Teilnehmer verschiedener MA-Studiengänge, jeweils mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen des Deutschen und Japanischen, c) DoktorandInnen. Ort: Jo10, Raum 203, 2 SWS, Mo 17:15-18:45 h
  • Hauptseminar
    Mori Ôgai und die Seinen


    Im Blickpunt stehen Mori Ôgais Leben und Werk vor dem Hintergrund dreier Generationen des Hauses Mori. Ziel der Arbeitsgrupppe ist das Verfassen / Übersetzen von Texten, die ein Bild der kulturellen Bedeutung Ôgais und der Seinen vermitteln. Zur Vorbereitung: Richard Bowring: Mori Ôgai and the Modernization of Japanese Culture (1979). Das Seminar richtet sich an KommilitonInnen verschiedener Voraussetzungen: a) TeilnehmerInnen von BA-Studiengängen, insbesondere des Studiengangs Asien / Afrika mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen des Japanischen  [Modul: Aufbaukurs Gesellschaft / Transformation; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Hausarbeit], b) Teilnehmer verschiedener MA-Studiengänge, jeweils mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen des Deutschen und Japanischen, c) DoktorandInnen. Ort: Jo10, Raum 203. Mi 17:15-19:30 h
  • Kolloquium
    Japanologisches Abschluss- und Forschungskolloquium


    Welches sind die Aufgaben japanologischer Forschung, welches ihre aktuellen Fragen und Themen? Besprochen an laufenden und geplanten Vorhaben der TeilnehmerInnen (insbesondere Bachelor, Master, Promotion, Habilitation) und wissenschaftlichen Neuerscheinungen. Studierende des Bachelor-Studiengangs “Regionalstudien Asien / Afrika” sollen sich während des Kolloquiums [Modul XV
    ; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme] auf die Konzeption und Durchführung ihrer Abschlussarbeit konzentrieren können, d.h. die Lehrveranstaltungen des 1. bis 5. Semesters absolviert haben. Zur Vorbereitung empfohlen: Helmut Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie, Bde. 1-3 (insbes. Bd. 2), München 2002-6. Klaus Kracht, Markus Rüttermann (Hg.): Grundriß der Japanologie (2001). Ort: Jo10, Raum 203, 2 SWS, 14 tgl., Fr 15:15-16:45 h

Dezember 2014

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2014 / 15

  • Vorlesung / Seminar
    Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Altertum und Mittelalter

    Welche Bilder japanischen Denkens / japanischer Werte werden in der kulturellen Praxis Japans und
    der weltweiten Forschung entworfen? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung geht es um sprachliches und historisches Wissen, um die Vorstellung wichtiger Quellen und um theoretische Grundfragen des wissenschaftlichen Verständnisses der Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Zur Vorbereitung empfohlen: Horst Hammitzsch und Oscar Benl: Japanische Geisteswelt. Vom Mythus zur Gegenwart, Baden-Baden 1956. Anschließend: Wm. Theodore de Bary: Sources of Japanese Tradition, vol. 1, New York: Columbia University Press 2005. Klaus Kracht, Gerhard Leinss, Olof G. Lidin: Japanische Geistesgeschichte, Wiesbaden 1985. Für sprachlich fortgeschrittene TeilnehmerInnen von BA- [Modul XII; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Hausarbeit] und MA-Studiengängen, Raum 403, 2 SWS, Mo 16:15-17:45 h.
  • Seminar
    “Ôgai” – Mori Rintarô in der Kultur Japans

    Zur Vorbereitung: Richard Bowring: Mori Ôgai and the Modernization of Japanese Culture (1979). Klaus Kracht, Katsumi Tateno-Kracht: Ôgais “Noël”, Wiesbaden 2011. Dies. 鷗外の降誕祭(クリスマス)森家をめぐる年代記 NTT出版 2012. K. Kracht (Hg.): “Ôgai” – Mori Rintarô, Wiesbaden 2014. Mori Ôgai. A Bibliography of Western-Language Materials. Compiled by Harald Salomon, Wiesbaden 2008. Einschlägige Bände der Kleinen Reihe. Das Seminar richtet sich an KommilitonInnen verschiedener Voraussetzungen: a) TeilnehmerInnen von BA-Studiengängen, insbesondere des Studiengangs Asien / Afrika  [Modul XII: Aufbaukurs Kultur / Identität; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Hausarbeit], b) Teilnehmer verschiedener MA-Studiengänge, jeweils mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen des Deutschen und Japanischen, c) DoktorandInnen. Raum 403. Mi 17:15-19:30 h. 
  • Kolloquium
    Japanologisches Forschungskolloquium

    Welches sind die Aufgaben japanologischer Forschung, welches ihre aktuellen Fragen und Themen? Besprochen an laufenden und geplanten Vorhaben der TeilnehmerInnen (insbesondere Bachelor, Master, Promotion, Habilitation) und wissenschaftlichen Neuerscheinungen. Studierende des Bachelor-Studiengangs “Regionalstudien Asien / Afrika” sollen sich während des Kolloquiums [Modul XV
    ; zum Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme] auf die Konzeption und Durchführung ihrer Abschlussarbeit konzentrieren können, d.h. die Lehrveranstaltungen des 1. bis 5. Semesters absolviert haben. Zur Vorbereitung empfohlen: Helmut Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie, Bde. 1-3 (insbes. Bd. 2), München 2002-6. Klaus Kracht, Markus Rüttermann (Hg.): Grundriß der Japanologie (2001). Raum 403, 2 SWS, 14 tgl., Fr 15:15-16:45 h.

Juni 2014

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014

  • Vorlesung / Seminar
    Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Neuzeit

    Welche Bilder japanischen Denkens / japanischer Werte werden in japanischer und außerjapanischer Forschung und in der kulturellen Praxis Japans entworfen? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung geht es um sprachliches und historisches Grundwissen, um die Vorstellung wichtiger Quellen und um theoretische Grundfragen des wissenschaftlichen Verständnisses der Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Zur Vorbereitung empfohlen: Horst Hammitzsch und Oscar Benl: Japanische Geisteswelt. Vom Mythus zur Gegenwart, Baden-Baden 1956. Anschließend: Wm. Theodore de Bary: Sources of Japanese Tradition, vol. 1, New York: Columbia University Press 2005.
    Für sprachlich fortgeschrittene TeilnehmerInnen von BA- [Module XI und XII] und MA-Studiengängen, Raum 403, 2 SWS, Mo 15:15-16:45 h.
  • Seminar
    Workshop Theorie und Praxis japanisch-deutscher Übersetzung

    Welches sind die Voraussetzungen einer wissenschaftlich aussagefähigen Übersetzung? Anfertigung einer publikationsreifen deutschsprachigen Version. Für sprachlich fortgeschrittene TeilnehmerInnen von BA- und MA-Studiengängen und DoktorandInnen. Mi 18-21 h.
  • Kolloquium
    Japanologisches Forschungskolloquium

    Welches sind die Aufgaben japanologischer Forschung, welches ihre aktuellen Fragen und Themen? Besprochen an Projekten der TeilnehmerInnen (BA, MA, Promotion, Postdoc) und wissenschaftlichen Neuerscheinungen. Studierende des Bachelor-Studiengangs Regionalstudien Asien / Afrika sollen sich während des Kolloquiums [Modul XV] auf die Konzeption und Durchführung ihrer Abschlussarbeit konzentrieren können, d.h. die LV des 1. bis 5. Semesters absolviert haben. Zur Vorbereitung empfohlen: Helmut Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie, Bde. 1-3 (insbes. Bd. 2), München 2002-6. K. Kracht, M. Rüttermann (Hg.): Grundriß der Japanologie (2001).
    Raum 403, 2 SWS, 14 tgl., Fr 15:15-16:45 h

Dezember 2013

Striezelmarkt, Dresden

 

 

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2013 / 14

  • Vorlesung / Seminar
    Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans. Altertum und Mittelalter

    Sprachliches und historisches Grundwissen, Vorstellung wichtiger Quellen, theoretische Grundfragen.
    Für sprachlich fortgeschrittene TeilnehmerInnen von BA- [Modul XI: Aufbaukurs Gesellschaft / Transformation] und MA-Studiengängen, Raum 403, 2 SWS, Mo 15 h c.t. bis 16:45 h.
  • Seminar
    Tsuwano, Kyoto en miniature. Leben und Geschichte eines Städtchen im Südwesten Japans

    TsuwanoTsuwano in “Felsenland” (Iwami no Kuni) ist die Heimat Mori Rintarôs, genannt Ôgai (“Möwenfern”), und vieler Vertreter des modernen Japan, darunter des Begründers des Staatsshinto, Ôkuni Takamasa, des ersten Vertreters der modernen Philosophie, Nishi Amane, der Schauspielerin Izawa Ranja oder auch des in europäischen Sprachen bekannten Kinderbuchautors und Malers Anno Mitsumasa. Im Mittelpunkt des Seminars stehen das religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Leben der achttausend Einwohner, ihr Alltag und ihre Jahresfeste, Schulen, Architektur, Kunst, Literatur, Musik und Tourismus, ihre Versuche, mit den Hauptproblemen ihrer Zeit umzugehen. Das Seminar richtet sich an TeilnehmerInnen von BA-  [Modul XII: Aufbaukurs Kultur / Identität] und MA-Studiengängen mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen. Raum 403, 2 SWS, 14 tgl., Mi 18:00-21:00 h.
  • Japanologisches Kolloquium
    MA- / BA-Vorhaben
    [Modul XV: Bachelorarbeit], Seminar-Hausarbeiten, entstehende Dissertationen / Habilitationsschriften, wissenschaftliche Neuerscheinungen, Perspektiven der Japanstudien & des Faches Japanologie. Raum 403, 2 SWS, 14 tgl., Fr 15 h.

 

Oktober 2013

 

 

September 2013

 


In der 22. Sitzung des Kuratoriums der Stiftung “Mori-Ôgai-Gedenkfonds” wurde Dr. Harald Salomon,
Leiter der Mori-Ôgai-Gedenkstätte, zum Geschäftsführer der Stiftung gewählt. Von links: Masuko Noriyoshi (Sekretär der Japanischen Botschaft), Shichi Yasutsugu (Geschäftsführer der Japanischen Industrie- und Handelskammer in Berlin e,V., JETRO), Machida Tatsuya (Gesandter der Japanischen Botschaft), Dr. Harald Salomon, Maria Bering (Leiterin der Abteilung Hochschulen in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft), Dr. Marina Frost, Vizepräsidentin für Haushalt, Personal und Technik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

 

Berlin, im Juli 2013                    

 

 

 

“… wenn ich sagte, wir wollen im Sinne Mori Ôgais wirken, dann heißt das auch und nicht zuletzt, dass wir unserer Mittlerrolle zwischen unseren beiden Völkern, die wir als Japanologen zu erfüllen haben, immer mehr und besser gerecht werden. … es wird nicht leicht sein, mit Mori Ôgai zu leben, das Gefühl zu haben, als schaue er uns bei unserer tagtäglichen Arbeit gleichsam ständig über die Schulter. Wir wollen uns dieser Herausforderung stellen. Ich hoffe, dass wir uns alle, vor allem aber jene jungen Japanologen, die gegenwärtig an unserer Alma mater heranwachsen, dieser Herausforderung als gewachsen und würdig erweisen.” Jürgen Berndt, 1984

 

 

Liebe Kommilitonen und Kommilitoninnen,

zum Studienjahr 2013/14 wird es in der Humboldt-Japanologie einige Veränderungen geben, über die ich Sie informieren möchte.

Zunächst die interimistischen: Die Professur für Sprache und Kultur Japans wird nach meiner Emeritierung mit Wirkung zum 1. Oktober stellvertretend wahrgenommen werden, um den Vertrauensschutz für die letzten AbsolventInnen des auslaufenden japanologischen Magister-Studiengangs zu gewährleisten. Es war der Wunsch des Institutsrats der Asien-Afrika-Wissenschaften, bei dieser Gelegenheit einmal die globalgeschichtliche Perspektive hervorzuheben und damit die Entwicklung des Asien-Afrika-Instituts in diese Richtung gehend zu fördern. Im Wintersemester wird die Vertretung bei Frau Dr. Nadin Heé vom Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin liegen, im Sommersemester voraussichtlich bei Herrn Dr. Daniel Hedinger vom Historischen Seminar Neueste Geschichte und Zeitgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

Anschließend wird die Professur in einen Lehrstuhl für “Gesellschaft und Kulturen des modernen China“ umgewandelt werden. Dieser Beschluss des Institutsrats für Asien- und Afrikawissenschaften entspricht dem Wunsch des Universitätspräsidiums, analog zur aktuellen China-Einschätzung in Politik und Wirtschaft die Sinologie an der Humboldt-Universität nachdrücklich zu verstärken. Es handelt sich um die zweite Streichung seit dem Fortfall unserer permanenten, ganzjährigen japanologischen Gastprofessur im Jahr 2004. Die verbleibenden Positionen wird man hoffentlich durch Lehraufträge und Hilfskräfte ergänzen. Ich selbst werde neben der Forschung weiterhin lehren und Examensarbeiten, Promotionen und Habilitationen begleiten.

Die Humboldt-Universität unterhält mit ihrer Japanologie, gegründet in Mori Ôgais Berliner Tagen, die älteste deutsche Einrichtung der Japanstudien und zugleich — als weltweit einzige Hochschule — eine Gedenkstätte für den homme de lettres und Weltbürger. Lassen Sie uns daran mitwirken, dass Streichungen auf längere Sicht nicht das letzte Wort der Humboldt-Universität darstellen. Das soll und kann im Vertrauen auf die Klugheit und das Verantwortungsbewusstsein einer Hochschule geschehen, die sich des oben zitierten Versprechens erinnert und versteht, dass eine Humboldt-Universität mit einer Gedenkstätte zu Ehren Mori Ôgais ohne eine beispielhaft geförderte Japanologie ein Widerspruch in sich ist.


Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer.

Klaus Kracht

 

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2013

  • Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte Japans — Neuzeit, 16. bis 21. Jahrhundert
    Sprachliches und historisches Grundwissen, Vorstellung der wichtigsten Quellen, theoretische Grundfragen.
    Für sprachlich fortgeschrittene TeilnehmerInnen von BA- und MA-Studiengängen, Mo 15-17 h.
  • Workshop Theorie und Praxis japanisch-deutscher Übersetzung
    Welches sind die Voraussetzungen einer wissenschaftlich aussagefähigen Übersetzung? Anfertigung einer publikationsreifen deutschsprachigen Version. Für sprachlich fortgeschrittene TeilnehmerInnen von BA- und MA-Studiengängen und DoktorandInnen. Mo 18-21 h
  • Japanologisches Kolloquium für Examinanden und Doktoranden
    Forschungsprojekte der Teilnehmer/innen, laufende Forschungsprojekte / Promotionen / Magister- / Bachelor-Vorhaben, wissenschaftliche Neuerscheinungen.
    Mi 18-20 Uhr.
  • Japanologisches Kolloquium für Studienanfänger
    Geschichte, Methoden und Theorien der Japanforschung. Die LV wendet sich an KommilitonInnen des ersten und zweiten Studienjahres. Fr 15-17 h.
  • Ringvorlesung Kultur / Indentität
    Mori Rintarô — “Möwenfern” (Ôgai), homme de lettres, Di, 2. 7. 2013, 14-16 h, UL 3035-38

25. 12. 2012

 

23. 11. 2012

“Begegnungen” – “Ogai-Symposium (Zweiter Teil)

Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Raum 2103, 10-19:00 h

 

 

 

Oben (von links): Mishima Ken'ichi, Wolfgang Schamoni, Peter Pörtner; unten (von links): Harald Salomon, Birumachi Yoshio, Kôno Shion, Eduard Klopfenstein, Emmanuel Lozerand, Doris Bargen, John Timothy Wixted, Mitani Kenji, Klaus Kracht. Im Hintergrund Hermann von Helmholtz, dessen Rektoratsrede vom 15. Oktober 1877 Mori Rintarô Ideen über Voraussetzungen und Wesen der akademischen Welt verdankt, die er in seinem Essay “Über die Freiheit der Universität” 大學の自由の論ず(1889) festhalten hat.

 

10:00 - 12:30 Uhr

Begrüßung: Klaus Kracht

Emmanuel Lozerand, Paris
Mori Ôgai und die Namen
Moderation: Klaus Kracht

Peter Pörtner, München
Mori Ôgai und die deutsche Philosophie und Ästhetik
Moderation: Klaus Kracht

 

14:00 - 19:00 Uhr

Doris Bargen, Amherst, Massachusetts
Mori Ôgai’s Assassins and Avengers
Moderation: Harald Salomon

John Timothy Wixted, Harbert, Michigan
The Matching-Rhyme 次韻 - Kanshi 漢詩 of Mori Ôgai
Moderation: Harald Salomon

 

16.00 - 16.30 Uhr Kaffeepause

Eduard Klopfenstein, Zürich
Mori Ôgais literarische Nachwirkungen,
besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Moderation: Wolfgang Schamoni

Mishima Ken’ichi, Tokyo
Aspekte transkultureller Modernität. Die Europa-Erfahrungen von Ôgai
und anderen Autoren der japanischen Moderne

Moderation: Wolfgang Schamoni

 

In der Bibliothek des Japanzentrums findet sich eine Video-Aufzeichnung.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Toshiba International Foundation

6. 7. 2012

“Begegnungen” – “Ogai-Symposium (Erster Teil)
Humboldt Graduate School, Luisenstraße 56, 10-19:00 h

 

 

Oben (von links): Harald Salomon, Nagashima Yôichi, Mae Michiko, Beate Wonde, Botschafter Nakane Takeshi, Astrid Brochlos, Heike Patzschke; unten (von links): Markus Rüttermann, Kayo Adachi-Rabe, Takahashi Teruaki, Klaus Kracht, Kaneko Sachiyo

 

10:00 - 12:30 Uhr

Begrüßung: Klaus Kracht

Heike Patzschke, Köln
Mori Ôgais Deutschlandtagebuch - eine Erfolgsgeschichte interkultureller Kommunikation
Moderation: Beate Wonde

Takahashi Teruaki, Tokyo
Mori Ôgai und die deutsche Literatur
Moderation: Klaus Kracht

 

14:00 - 19:00 Uhr

 

Kaneko Sachiyo, Toyama
Mori Ôgai und das deutsche Theater
Moderation: Markus Rüttermann


Nagashima Yôichi, Kopenhagen
Mori Ôgai - a Translator of Cultures
Moderation: Markus Rüttermann

 

16.00 - 16.30 Uhr Kaffeepause

 

Kayo Adachi-Rabe, Berlin, Düsseldorf
Zeitdarstellung im Film "Sanshô Dayû" von Mizoguchi Kenji
Moderation: Harald Salomon

Mae Michiko, Berlin, Düsseldorf
Kulturelle, soziale und Gender-Differenz im Werk Ôgais
Moderation: Harald Salomo

 

In der Bibliothek des Japanzentrums findet sich eine Video-Aufzeichnung.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Toshiba International Foundation

 

17. 2. 2012

Akademischer Festakt der Humboldt-Universität zu Berlin

zum 150. Geburtstag des Dichters Mori Rintarô, genannt “Ôgai”

Unter den Linden 6, 17-21 h

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Bernd Prusowski, HU (1, 2, 4, 5 und 6); Yasuo Nozaki (3, 7 und 8)

 

Programm

 

Felix Mendelssohn Bartholdy
“Lieder ohne Worte”, 1844
(2 Stücke fürVioline und Klavier aus op. 62)

 

Grußworte

Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
Okada Kenji, Geschäftsträger a. i., Botschaft von Japan

Schüler aus Tsuwano

 

Zur Einführung
Klaus Kracht, Humboldt-Universität zu Berlin
“Mit Ôgai leben...”

 

Festvortrag
Richard Bowring, University of Cambridge
Ōgai als Erneuerer der japanischen Sprache

 

“Tanz der seligen Geister” (Flöte, Violine und Klavier)
aus Ch. W. Glucks Oper “Orpheus und Eurydike”, 1774

 

Dieter Matthes liest aus Ôgais Novelle
Die Tänzerin (Maihime, 1890)

 

Hirai Kishio
Trio für Flöte, Violine und Klavier, 1949
4. Satz, “Rondo”

Musiker
Matsuda Emiko, Flöte
Moriya Tsuyoshi, Violine
Yamashita Akiko, Klavier

 

In der Bibliothek des Japanzentrums findet sich eine Video-Aufzeichnung.

 

 

1. 1. 2012

Neujahrsgruß

 

 

「神農圖」贊
期驅二豎活烝民
百艸嘗來苦與辛
末葉漫誇經驗法
占先誰識有斯人

 

森林太郎、明治三十四年

 

“Shinnô zu”

San

Niju wo katte jômin wo ikasan to ki-shi

Hyakusô namekitaru ku to shin to

Matsuyô midari ni hokoru keiken no hô

Saki wo shimuru ni tare ka shiran kono hito aru wo

 

“Bildnis des Göttlichen Landmanns”

Lobpreisung

Hoffte zu bannen Dämonen

der Krankheit

Leben zu geben dem zahlreichen Volk

Hundert Gräser zu kosten gekommen

fand Leid er und Bitternis

Spätere Zeiten rühmten sich

empirischer Methoden

Wer aber kennt den Vorreiter

nennt seinen Namen

 

Mori Rintarô, im 34. Jahr der Meiji-Ära [1901]


April 2011

Klaus Kracht

Seminar für Ostasienstudien / Japanstudien am

Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Kultur-, Sozial- und Bildungs-wissenschaftlichen Fakultät Humboldt-Universität zu Berlin, Johannisstraße 10, Raum 202
10117 Berlin

Telefon 049-30-2093-66924

Fax 049-30-2093-1153

 

Postadresse

Seminar für Ostasienstudien /  Japanologie, Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

 

E-Mail: klaus.kracht(at)rz.hu-berlin.de